AquaRevier

Besuch in der Papierfabrik Tillmann

Auf dem Weg vom Altpapier zum fertigen Produkt: Besichtigung der Papierfabrik Tillmann in Sinzenich

Im Rahmen vom Projekt AquaRevier besuchten René Kremer und Nina Ott vom FiW mit Kollegen des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA) im August die Papierfabrik Tillmann in Sinzenich. Gemeinsam mit dem IWW (Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH) koordinieren FiW und ISA das Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der Fördermaßnahme STARK gefördert und vom Land NRW kofinanziert wird. Ziel von AquaRevier ist es, wasserwirtschaftliche Anpassungsstrategien für die vom Struktur- und Klimawandel betroffene Region Rheinisches Revier zu entwickeln.

Die im Rheinischen Revier traditionsreiche Papierindustrie ist ein energie- und wasserintensiver Industriezweig. Aufgrund der Klimaveränderungen stehen solche Industriebetriebe unter besonderem Druck. Sie bilden daher in AquaRevier eine von fünf wichtigen Case-Studies. Hier sollen Konzepte für Kreislaufführung, Wasserwiederverwendung und innovative Technologien zur Sicherung der Wasserverfügbarkeit in der Industrie entwickelt werden.

Während der Werksführung folgten die Teilnehmenden dem Weg des Papiers: von der Anlieferung des Altpapiers über die Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt. Besonderes Augenmerk lag auf den wasserwirtschaftlichen Prozessen, bei denen Reinigung und Wiederverwendung des Wassers eng verzahnt sind. Die Papierfabrik Tillmann setzt bereits seit vielen Jahren auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Kernstück ist die eigene Abwasserbehandlungsanlage, die einen Teil des Produktionswassers reinigt und wieder in die Produktion zurückführt. Damit wird schon jetzt der Bedarf an Frischwasser erheblich reduziert.

Für das Projektkonsortium von AquaRevier waren die Eindrücke aus der Praxis besonders wertvoll. Sie verdeutlichen, wie Unternehmen bereits heute Konzepte umsetzen, die auch für die zukünftige Wassernutzung im Rheinischen Revier von enormer Wichtigkeit sind. Auf der Basis können in AquaRevier weitere Optimierungspotenziale identifiziert werden.

Der Austausch mit der Papierfabrik Tillmann unterstreicht die Relevanz von Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und regionalen Akteuren, um tragfähige Lösungen für die Herausforderungen des Strukturwandels zu entwickeln.

Ansprechpartner
  • René Kremer
  • +49 241 80 2 68 21
  • kremer@fiw.rwth-aachen.de

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