




Installation von Messtechnik zur Erfassung der Bodenfeuchte auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
Wie wirkt sich die landwirtschaftliche Bewirtschaftungsform auf den Wasserhaushalt im Boden aus? Dieser Frage geht das FiW im Forschungsprojekt AquaRevier nach. Mitte April installierte das Pro-jektteam auf zwei landwirtschaftlichen Betrieben Messsysteme zur kontinuierlichen Erfassung von Wetter- und Bodendaten. Gemeinsam mit dem ISA (Institut für Siedlungswasserwirtschaft) und dem IWW (Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft) der RWTH koordiniert das FiW das Forschungsprojekt AquaRevier, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der Fördermaßnahme STARK gefördert und vom Land NRW kofinanziert wird. Ziel ist es, wasserwirtschaftliche Anpassungsstrategien für das vom Struktur- und Klimawandel betroffene Rheinische Revier zu entwickeln.
In den vergangenen Jahren nimmt der Bewässerungsbedarf in Deutschland, aber auch besonders im Rheinischen Revier immer mehr zu. Alleine zwischen 2009 und 2019 lag eine Steigerung der für die Bewässerung ausgestatteter Flächen von rund 7% vor. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die wertvolle Ressource Wasser zukünftig effizienter genutzt werden kann. Neben technischen Lösungen zur Bewässerungseffizienz spielt hierbei auch die Bewirtschaftung des Bodens eine zentrale Rolle.
Um diese Unterschiede besser nachvollziehen zu können, installierte das FiW bei einem konventionellen und einem biologisch wirtschaftenden Betrieb jeweils eine Wetterstation und 16 Bodenfeuchtesensoren, die den volumetrischen Wassergehalt messen. Mit dem Versuchsaufbau sollen zwei zentrale Fragen beantwortet werden:
1. Unterscheidet sich die Bodenfeuchte zwischen biologischer und konventioneller Bewirtschaftung?
2. Wie viel Wasser benötigt eine einzelne Pflanze unter den jeweiligen Bedingungen?
Um diese Fragen zu beantworten wurde besonders auf eine Vergleichbarkeit der beiden Standorte geachtet. Aufgrund der unmittelbaren Nähe der Betriebe weisen beide die gleichen Wetterverhältnisse, Bodenverhältnisse und dieselbe bewässerte Fruchtart auf.
Ziel ist es, Aussagen zur landwirtschaftlichen Wassernutzung unter verschiedenen Bewirtschaftungsformen zu treffen.
Ansprechpartnerin
- Nina Ott
- +49 241 80 2 68 22
- ott@fiw.rwth-aachen.de
