AquaRevier

AquaRevier beim Netzwerktreffen KOMM.RHEIN.REVIER

Strukturwandel und Abwasser: AquaRevier-Konsortium beim „3. Netzwerktreffen KOMM.RHEIN.REVIER“

Wie gehen wir im Strukturwandel mit Ab- und Regenwasser um? Unter dieser Leitfrage trafen sich Vertreter:innen des AquaRevier-Projektkonsortiums am 14. November 2025 zum dritten Netzwerk-treffen des Projekts „KOMM.RHEIN.REVIER“ beim Erftverband im Gruppenklärwerk Nordkanal in Kaarst. Gemeinsam mit Fachleuten aus Wasserwirtschaft, Kommunen und Forschung diskutierten die Teilnehmenden, wie wasserwirtschaftliche Infrastruktur im Rheinischen Revier an veränderte Landschaften, Böden und Wasserhaushalte angepasst werden kann. Das vom FiW sowie den RWTH-Instituten ISA und IWW koordinierte Projekt AquaRevier wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der STARK-Fördermaßnahme gefördert und vom Land Nordrhein-Westfalen kofinanziert.

Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung verändert das Rheinische Revier tiefgreifend: Grundwasserstände steigen, Sümpfungswässer entfallen und Abflüsse in Flüssen und Bächen verändern sich. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die wasserwirtschaftliche Infrastruktur – von der Anpassung bestehender Kanäle und Kläranlagen über neue Entwässerungskonzepte bis hin zu Strategien, die Wasser gezielt als Ressource sichern und mehrfach nutzen.

Im Projekt AquaRevier entwickelt das FiW zusammen mit dem ISA und dem IWW der RWTH Aachen gemeinsam mit weiteren Partnern wasserwirtschaftliche Anpassungsstrategien für das vom Struktur- und Kli-mawandel besonders betroffene Rheinische Revier. Ziel ist eine zukunftsfähige und klimaresiliente Wasser-wirtschaft, die Nutzungskonflikte zwischen Siedlung, Industrie Landwirtschaft und Naturräumen voraus-schauend adressiert.

Der Erftverband lud das AquaRevier-Konsortium zum Netzwerktreffen des ebenfalls STARK-geförderten Projekts „KOMM.RHEIN.REVIER“ in das Gruppenklärwerk Nordkanal in Kaarst ein. KOMM.RHEIN.REVIER ist die wasserwirtschaftliche Kommunikationsstrategie des Erftverbands für das Rheinische Revier und richtet sich an Politik, Fachpraxis und Öffentlichkeit . Vor Ort bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in einige wasserwirtschaftlichen Herausforderungen des Strukturwandels. Die zentrale Leitfrage des Treffens lautete: „Wie gehen wir im Strukturwandel mit Ab- und Regenwasser um?“ Dazu gehörten Themen, wie die Verminderung von Abflüssen in der Erft und in zahlreichen kleineren Gewässern, sodass neue Randbedingungen für die Gewässergüte definieret werden, sowie die damit einhergehende Zentralisierung von Kläranlagen. Im Anschluss an den offiziellen Teil bestand die Möglichkeit, an einer Führung über das Gruppenklärwerk Nordkanal teilzunehmen. Die gewonnenen Impulse fließen nun in die weitere Bearbeitung des Projekts AquaRevier ein und stärken zugleich die Vernetzung mit kommunalen und verbandlichen Akteur:innen im Rheinischen Revier.

Ansprechpartner
  • René Kremer
  • +49 241 80 2 68 21
  • kremer@fiw.rwth-aachen.de